Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-04-04/p006 ·1920-04-04 · original (original)
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Sie werden auf der Bühne allerlei Bewegungen sehen, die der Mensch durch seine Glieder an sich selber ausführt oder die ausgeführt werden von Menschen im Raume, von einzelnen Menschen im Raume, oder auch Wechselbewegungen, Wechselstellungen von Menschengruppen. Diese Bewegungen, die da vorgeführt werden, sie sollen der Ausdruck sein für Dichterisches oder auch wohl für Musikalisches. Nun könnte man diese Bewegungen ja zunächst einfach als Gebärden deuten. Das sind sie nicht. Denn alles dasjenige, worinnen Sie eurythmische Kunst finden sollen, sind nicht willkürliche Gebärden, die mit irgendetwas Dichterischem in Verbindung gebracht werden, sondern es sind durchaus gesetzmäßige Ausdrücke des von der Seele Erlebten — wie die Sprache selbst.

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