{"corpus":"steiner","locus":"GA 277b/1920-04-04/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die Lautsprache, sie dient ja als dichterisches Ausdrucksmittel. Allein, man kann gerade sagen: Je weiter irgendeine Kultur vorrückt, desto mehr nähert sich die Lautsprache in ihrem ganzen Charakter dem Prosaischen als Ausdrucksmittel. Gerade wenn man an das Dichterische früherer Zeiten zurückgeht, so kann man sehen: Das Dichterische wurde in früheren Zeiten durchaus noch gesehen in dem, was eigentlich hinter dem eigentlich Prosaischen der Sprache liegt, in den Rhythmen, in der rhythmischen Bewegung der Sprache, auch in der plastischen Bildergestaltung, die durch die Sprache zum Ausdruck kommt. Dieser gesangartige und plastische Charakter der Sprache, die werden immer mehr und mehr abgestreift, je mehr die Sprache annimmt den Charakter, der ihr verliehen wird durch das Vorrücken der geistig unbelebten Bewegung. Insbesondere auch dadurch, dass ja die Lautsprache da ist zum Menschenverständnis, da ist also zur Konversation, dadurch fließt immer mehr und mehr in die Lautsprache ein unkünstlerisches Element hinein.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1920-04-04","location":null,"word_count":147,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-04-04/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-04-04/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277b/1920-04-04/p008","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 277/1920-04-04","ga":"277","lecture":"1920-04-04","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}