Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-04-04/p009 ·1920-04-04 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

In dieser unkünstlerischen Lautsprache kann man aber dasjenige aufsuchen, was in ihr als das eigentlich Künstlerische zugrunde liegt. In ihr - in dieser Lautsprache - fließen ja zwei menschliche Offenbarungen zusammen, von zwei ganz verschiedenen Seiten her: Auf der einen Seite die Offenbarung der Gedanken, alles Gedanken- und Vorstellungsmäßige, gewissermaßen alles dasjenige, was aus dem Kopfe des Menschen in den Kehlkopf fließt, das ist das eine Element der Lautsprache. Das andere Element ist alles dasjenige, was aus dem ganzen Menschen kommt: Es ist das Willenselement in der Sprache. Man kann schon sagen: Die Gesetzmäßigkeit des Willens, das innere im Willen sich offenbarende seelische Leben, sie fließen zusammen, wenn man die Lautsprache künstlerisch gestaltet, ganz besonders.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277b/1920-04-04/p009.json
Cite: GA 277b/1920-04-04/p009 · edition original