Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-04-18/p003 ·1920-04-18 · original (original)
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Meine sehr verehrten Anwesenden! Wie sonst vor diesen Proben aus unserer eurythmischen Kunst möchte ich auch heute mir gestatten, einige einleitende Worte vorauszuschicken. Es handelt sich ja hier nicht um etwas schon Fertiges, sondern um den Anfang einer gewissermaßen neuartigen Kunst, um einen Versuch, mit dem vollkommensten Werkzeuge, das man für die Kunst überhaupt haben kann - mit dem Menschen selbst und den Gesetzen seiner Organisation -, künstlerisch zu arbeiten. Es handelt sich darum, zu den Kunst-Quellen wiederum in einer ganz besonderen [Weise] zurückzugehen, um auch denjenigen Bestrebungen Rechnung zu tragen, die ja heute gerade in den künstlerischen Kreisen vielfach anzutreffen sind - den Bestrebungen, die Elemente aus alten Kunstformen, eine[r] alten Formensprache in der Kunst, [hervorzuholen, die] es ja gewiss bis zum Höchsten gebracht hat. Aber es wird auch von vielen eingesehen, dass diese Formensprache heute überwunden werden muss. Wir sehen aber wie - sagen wir in der Malerei, Plastik oder auch im Musikalischen - versucht wird, die mannigfaltigen künstlerischen Wege zu gehen, wie aber auch vieles, was aus ganz ehrlichen Untergründen heraus heute versucht wird, unter dem Namen Expressionismus usw., Futurismus, wie das doch in weiteren Kreisen [...] [unleserliches Wort] kann. [Lückes]

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