Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-04-18/p005 ·1920-04-18 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

So aber kann man auffassen nicht nur die Form des Lebendigen, so auffassen [kann man] auch die [Bewegung] des Lebendigen. Wenn der Mensch spricht, so kommt sein Kehlkopf, kommen die Nachbarorgane dieses [Kehlkopfs] in Bewegung. Sie wissen ja alle: Indem ich hier spreche, teile ich die Bewegung, die der Kehlkopf ausführt, der Luft mit und gerade [von] diese[r] bewegten Luft werden übertragen meine Laute an Sie. Dann, wenn man allerdings auf diese Bewegung sieht, hat man es mit kleinen Zitterbewegungen zu tun, man achtet auf das nicht, was da als Bewegung im Kehlkopf und in den [Nachbarorganen] ist, weil man bei der Lautsprache und beim Gesange die Aufmerksamkeit eben auf das Gehörte hinwendet. Derjenige, der nun Sinne für sinnlich-übersinnliches Schauen hat, der kann durch eine gewisse Intuition hineintreten nun nicht in die kleinen Zitterbewegungen, sondern in die Bewegungstendenzen des Kehlkopfs und der anderen Sprachorgane. Die lassen sich dann übertragen auf die Bewegung des ganzen Menschen und von Menschengruppen, sodass Sie gewissermaßen den ganzen Menschen so bewegen können und Menschengruppen so bewegen können, wie sich der Kehlkopf und [die anderen Sprachorgane] beim Sprechen bewegen. Das ist versucht, jede Willkür ist vermieden. Gesetzmäßig ist versucht, den ganzen Menschen gewissermaßen auf der Bühne zum Kehlkopf werden [zu lassen], sodass eine Art stumme Sprache, bestehend in Bewegung oder in bewegter Plastik, vor Ihnen stehen wird.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277b/1920-04-18/p005.json
Cite: GA 277b/1920-04-18/p005 · edition original