Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-04-18/p010 ·1920-04-18 · original (original)
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Dasjenige, was über einen so mit schwerer Schuld [Beladenen] kommen muss, das ist das Hereinragen der geistigen Welt und [ein] Gesunden aus der geistigen Welt heraus. Das braucht man, nicht symbolische[s] oder allegorische[s] Darstellen, was unkünstlerisch wäre. Das hat Goethe auch nicht getan, aber [er] hat dasjenige, was das Hereinragen einer übersinnlichen Welt ist, in dieser Ariel-Szene mit den Elfen dar[gestellt], wie der Mensch versuchen kann, zu Neuem [zu] streben - wenn er auch dabei die Schuld nicht in sich ertilgen kann -, wenn er mit der übersinnlichen Welt in eine rechte Berührung kommt. Das eignet sich ganz besonders für eurythmische Darstellungen. Goethe hat ja den zweiten Teil seines «Faust» ganz besonders bühnengerecht denken wollen - und was die Übersinnlichkeit [betrifft], wenn es zu seiner Zeit schon die eurythmischen Kunstmittel gegeben, hätte er ganz zweifellos an diese [eurythmischen Kunstmittel sich gewendet] /unleserliche Passage], hätte dasjenige dargestellt, was sonst immer, wenn der zweite Teil des «Faust» auf Bühnen dargestellt wird, unbefriedigend bleibt.

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