Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-05-01/p008 ·1920-05-01 · original (original)
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Das ist das Eigentümliche der Eurythmie, dass sie nicht aus irgendwelchen Zufallsphantastereien herausgewachsen ist, sondern aus einer Gesetzmäßigkeit, die ebenso innerliche Notwendigkeit enthält, wie die Gesetzmäßigkeit der Lautsprache oder des Gesanges selbst. Sodass, wenn wir die Eurythmie begleiten hören von der Rezitation und die Lautsprache das Rezitatorische, das Gedicht zum Ausdrucke bringt - oder irgendetwas Musikalisches durch das Instrument oder auch durch den Gesang zum Ausdrucke gebracht wird, so ist die eurythmische Darstellung nur eine andere Form, nur eine andere Sprache. Aber allerdings eine Sprache, von der man sagen kann, dass sie in vieler Beziehung diejenigen künstlerischen Bestrebungen zustande kommen lässt, die von einem großen Teil gerade der heute künstlerisch Strebenden gesucht werden.

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