Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-05-01/p012 ·1920-05-01 · original (original)
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Daher wird auch die Sprache, die Lautsprache - gerade indem sie sich immer mehr und mehr weiterbildet -, ungeeigneter und immer ungeeigneter zur Dichtung. Und vieles von dem, was man heute gegenüber der Dichtung empfindet, ist ja eigentlich nur die Empfindung des wortwörtlichen Prosainhaltes. Die Zeit liegt schon hinter uns, in der man im Beginne des 19. Jahrhunderts in gewissen Romantker-Kreisen Gefallen gefunden hat im Anhören der Dichtungen, bei denen man gar nicht die wortwörtliche Sprache verstand, bei denen man sich nur ergötzte an Rhythmus und Takt, an dem, was in der Dichtung das eigentlich Künstlerische ist.

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