Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-05-01/p013 ·1920-05-01 · original (original)
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Wir müssen sogar, indem wir das Eurythmische begleitet sein lassen von der Rezitation, die Rezitation wiederum zu ihren guten alten Formen zurückführen. Heute sieht man in der Rezitation die Vollkommenheit darinnen, dass der Inhalt in der richtigen Weise, wie man sagt, recht innerlich herausgeholt wird aus dem Menschen. Goethe hat noch mit dem Taktstock wie ein Kapellmeister selbst seine «Iphigenie» einstudiert mit seinen Schauspielern, viel mehr Wert legend auf den jambischen Schritt und Vers als auf den wortwörtlichen Inhalt. Von diesem rein Künstlerischen ist man heute mehr oder weniger abgekommen.

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