Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-07-11/p008 ·1920-07-11 · original (original)
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Man wird gewiss auf der einen Seite zu sagen haben: Eurythmie ist so sehr eine innere gesetzmäßige sichtbare Sprache, dass, wenn zwei Menschen oder zwei Menschengruppen ein und dasselbe Gedicht an ganz verschiedenen Orten vortragen, so ist die individuelle Verschiedenheit nicht größer, als wenn zwei Klavierspieler eine und dieselbe Sonate spielen. Das ist auf der einen Seite so. Aber man kann auch sagen: Man unterscheidet ja, nicht wahr, zwei Klavierspielende in ein und demselben Stück, das sie spielen, ihrer individuellen Nuancierung nach - die wird sich auch beim einzelnen Eurythmisten oder der einzelnen Eurythmistengruppe finden. Da wird dann dasjenige, was subjektiv in die Gebärde übergeht, sich nuancierend verbinden mit demjenigen, was objektive Gesetzmäßigkeit ist.

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