Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-07-11/p011 ·1920-07-11 · original (original)
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Dazu ist allerdings notwendig, und das muss immer wieder erwähnt werden, dass überhaupt zu dem eigentlich künstlerischen Elemente der Dichtung wiederum zurückgekehrt werden muss. Unsere Zeit ist eine im Wesentlichen unkünstlerische, und man empfindet sehr häufig heute deshalb als das Wesentliche an der dichterischen Kunst, was wortwörtlicher Inhalt ist. Dagegen muss immer wieder und wiederum gesagt werden, dass Schiller zum Beispiel eine unbestimmte Melodie in seiner Seele lebendig hatte, und aus dieser unbestimmten Melodie konnte nun alles Mögliche noch werden, ob es «Der Taucher» wurde oder «Der Kampf mit dem Drachen» oder irgendetwas anderes - das stellte sich erst später ein. Das Wesentliche für Schiller war nicht der wortwörtliche Inhalt, [Lücke im Text] nicht also die Prosa, die in dem Gedichte ist, sondern das Wichtige war der Rhythmus, der Takt, das Musikalische, das Plastische, das Bildhafte.

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