Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-07-11/p016 ·1920-07-11 · original (original)
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In der neueren Zeit hat man ja - und zwar mit einem gewissen Recht, dagegen soll nicht kritisiert werden, nichts Besonderes eingewendet werden, dass das Turnen als eine besondere Wohltat für die heranwachsende Jugend angesehen werde -, dagegen hat man sich gewendet. Eine bedeutende Autorität sagte mir vor einiger Zeit, dass er das Turnen nicht als Erziehungsmittel, sondern als eine Barbarei betrachte. Soweit möchte ich nicht gehen. Aber es ist ganz deutlich in unserem Zeitalter angemessen und vom Leben gefordert, dass dieses seelische Turnen der Eurythmie für die Kinder von pädagogischdidaktischer Bedeutung ist. Die Stärke des Seelischen, Willensinitiative, das ist dasjenige, was herangezogen werden kann durch dieses beseelte Turnen, während dem das gewöhnliche Turnen - nur aus dem Grunde, weil es aus der Physiologie den Menschen betrachtet, nur für den Körper, der gewisse Bewegungen ausführt - einiges an Hilfe für die Fertigkeit geben kann.

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