{"corpus":"steiner","locus":"GA 277b/1920-08-15/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Hier in der Eurythmie haben wir die Möglichkeit - außer dem einen Element, das in der Lautsprache vorhanden ist -, den Gedanken vollständig auszuschalten und unmittelbar aus dem ganzen Menschen, aus dem Willen heraus die Bewegung abzuleiten, sodass wir ein Unmittelbares vor uns haben, denn das Ausdrucksmittel wird an dem Menschen selber gemacht, kommt an dem Menschen selber zustande. Nebenbei spricht sich aus, weil der Mensch das Instrument dieser eurythmischen Kunst ist und dasjenige, was Anlage ist, unmittelbar zu den Sinnen spricht, wie alle Kunst zur Anschauung sprechen muss und alles das, was seelisch ist, unmittelbar in die Bewegungen übergeht, sodass also hier unter allen Umständen eine Vereinigung des Expressionistischen mit dem Impressionistischen erzeugt wird. Die Impression ist gegeben, indem alles das zum Sinn, zum Anschauen mit dem Auge spricht, das Expressionistische ist gegeben dadurch, dass das Innere des Menschen es ist, welches sich in diese Bewegungen hineinlebt. Dadurch ist alles Pantomimische, bloße Mimische vermieden, und man gelangt zu einer Gesetzmäßigkeit in den Bewegungen, welche zu vergleichen ist mit der inneren Verbindung des melodiösen und harmonischen Elementes in der Musik selber. So kommt man dazu, dasjenige, was Sie auf der einen Seite als Rezitation, auf der anderen Seite als Musik hören werden, umzusetzen in diese sichtbare Sprache.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1920-08-15","location":null,"word_count":207,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-08-15/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277b/1920-08-15/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277b/1920-08-15/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}