{"corpus":"steiner","locus":"GA 277c/1920-10-17/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In der gegenwärtigen unkünstlerischen Zeit hält man etwas ganz anderes für Rezitationskunst, als wirklich eine solche ist. Man glaubt, dass es darauf ankäme, den Prosainhalt besonders durch Betonen desjenigen, was man oftmals «gefühlvoll nuancieren» nennt, herauszubekommen. Nein, beim Deklamieren und Rezitieren — und das zeigt sich, wenn man zur Eurythmie rezitieren soll -, beim Deklamieren und Rezitieren kommt es darauf an, dass schon die innere Eurythmie - Rhythmus, Takt, überhaupt die Formung des wortwörtlichen Inhaltes, wie sie durch den Dichter geschieht —, dass das besonders in der Formung des Tones, in der Gestaltung, in dem Tempo und so weiter, im Takt des Tones, im Rhythmus des Tones zum Ausdrucke kommt. Und nur, indem man diese Rezitation, die eben geschildert werden sollte, auch im Praktischen durch dasjenige, was während des Kurses Frau Dr. Steiner drüben im Bau rezitiert hat, indem man diese Rezitationskunst ausübt, kann man überhaupt zeigen, wie auf der einen Seite in der sichtbaren Sprache der Bewegung der Eurythmie der Inhalt zum Ausdrucke kommt und auf der anderen Seite durch die eurythmische Formung des Tones in der Rezitation oder Deklamation.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"8. Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1920-10-17","location":null,"word_count":181,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1920-10-17/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1920-10-17/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277c/1920-10-17/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 277/1920-10-17","ga":"277","lecture":"1920-10-17","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}