{"corpus":"steiner","locus":"GA 277c/1921-01-30/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Gestatten Sie, dass ich wie sonst dieser unserer Eurythmie-Aufführung einige Worte voranschicke. Nicht um die Sache zu erklären, mögen mir diese Worte gestattet sein, zu Ihnen zu sprechen; vielmehr, weil ja dasjenige, was wir hier so nennen, auf einer bisher ungewohnten künstlerischen Formensprache beruht und auch aus künstlerischen Quellen hervorgeht, die etwas noch Ungewohntes sind. Was Sie auf der Bühne sehen werden, sind Bewegungen des einzelnen Menschen durch seine Glieder, sind auch Bewegungen von Menschengruppen, Raumesformen und dergleichen. Das alles könnte man ja zunächst wie eine Art von Gebärdenkunst, wie eine Art mimische oder pantomimische Kunst auffassen, könnte cs verwechseln mit allerlei Nachbarkünsten, bewegungsartigen Künsten und dergleichen. Dies ist aber hier durchaus nicht gemeint. Man würde das, was man hier als Eurythmie sehen kann, missverstehen, wenn man es mit Pantomimischem oder Gebärdenhaftem zusammenwerfen wollte. Es handelt sich hier durchaus um die Darbietung einer sichtbaren Sprache, die durch den ganzen Menschen so ausgeführt wird, wie sonst die hörbare Lautsprache durch den Kehlkopf und die anderen Sprachorgane, also durch einen ganz bestimmten, lokalisierten Teil des menschlichen Organismus.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"21. Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1921-01-30","location":null,"word_count":175,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1921-01-30/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1921-01-30/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277c/1921-01-30/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}