21. Ansprache zur Eurythmie
So wie hier alles andere, was von dieser Stätte ausgeht, von uns Goetheanismus genannt wird, so können wir auch diese eurythmische Kunst in gewissem Sinne als ein Glied in dem Goetheanismus bezeichnen. Denn dasjenige, was zu Grunde liegt, kann ich am besten darstellen, wenn ich es mit ein paar Worten darlege. Es wird scheinbar etwas abstrakt klingen, aber es ist durchaus nicht so gemeint, sondern ist durchaus künstlerisch gemeint, was Goethe zunächst theoretisch gemeint hat in seiner Metamorphosenlehre. Diese Metamorphosenlehre wird einstmals eine viel größere Rolle spielen noch, als sie bisher schon gespielt hat, wenn man darauf kommen wird, dass tatsächlich der Organismus, das Menschliche überhaupt wunderbar erklärt [werden] können durch die Metamorphosenlehre, sei es nun bei der Pflanze, beim Tiere oder beim Menschen.
Cite:
GA 277c/1921-01-30/p007 · edition original