{"corpus":"steiner","locus":"GA 277c/1921-01-30/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dasjenige, was da in einer besonderen Organgruppe sich vollzieht, indem der Mensch sich mitteilt durch die Lautsprache, oder namentlich, indem er sie künstlerisch gestaltet in der Dichtung, im Gesang, was sich da mitteilt durch eine einzelne Organgruppe, es kann nun geradeso, wie das einzelne Blatt von Goethe als ganze Pflanze genommen wird, cs kann so dasjenige, was sich in einer einzelnen Organgruppe offenbart, wenn man es durch sinnlich-übersinnliches Schauen überhaupt erst beobachten gelernt hat und diese Beobachtung durch Jahre hindurch angewendet hat, auf den ganzen Menschen ausgedehnt werden: Und es entsteht jene sichtbare Sprache, die dann verwendet werden kann auf der einen Seite, um eine andere Ausdrucksform zu sein für das, was auch im Musikalischen ertönt. Im Musikalischen haben wir dann im Anfänglichen auf der einen Seite dasjenige, was sich aus der Seelennatur heraus offenbaren soll, gegeben, in der Dichtkunst selbst haben wir die andere Seite gegeben. Und da wir es hier in den Bewegungen, die wir meinen, mit einer sichtbaren Sprache zu tun haben, da gewissermaßen der ganze Mensch — oder Menschengruppen - sichtbarer Kehlkopf wird auf der Bühne, kann dasjenige, was auf der einen Seite musikalisch, auf der andern Seite dichterisch in Rezitation oder Deklamation sich offenbaren will, das kann sich durch diese eurythmische Kunst offenbaren. Man hat es da nicht zu tun mit etwas Mimischen oder Pantomimischen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"21. Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1921-01-30","location":null,"word_count":220,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1921-01-30/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1921-01-30/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277c/1921-01-30/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}