23. Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-02-20/p011 ·1921-02-20 · original (original)
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Welche Bedeutung das Eurythmische hat, man kann es daran sehen, dass man nur in einer gewissen Weise begleiten kann in Deklamation, in Rezitation das Eurythmische. Heute liebt man es — wir leben ja heute eigentlich in einer unkünstlerischen Zeit -, den Prosainhalt eines Gedichtes herauszuarbeiten besonders in der Deklamation. Das haben große, bedeutende Künstler durchaus nicht für das Richtige angesehen, sondern sie haben immer dasjenige als eigentlich Dichterisches angesehen, was in der Sprache entweder bildlich ist oder musikalisch ist. Schiller zum Beispiel hatte immer zuerst eine unbestimmte Melodie in seiner Seele, bevor er den wortwörtlichen Prosainhalt des Gedichtes hatte; dieser Prosainhalt lehnte sich dann nur an an diese unbestimmte Melodie.

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