27. Ansprache zur Eurythmie
Nun ist, wenn wir zunächst auf die Gestalt sehen, die menschliche Gestalt dasjenige, was uns im Umkreise der sinnlich-physischen Welt als das Vollendetste entgegentritt. Und wir können sagen, wenn wir, vom Gedanken ausgehend, einen Hinblick, eine Hinsicht gewinnen wollen in die menschliche Gestalt, so zeigt sich uns sogleich die Ohnmacht des Gedankens. Denkend sind wir nicht eigentlich künstlerisch. Aber wir können nicht anders, als uns zu sagen: Das Denkerische ist wiederum dasjenige, was den Menschen an die Spitze derjenigen Geschöpfe stellt, in deren Mitte er zunächst hineingestellt ist.
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GA 277c/1921-03-28/p011 · edition original