28. Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-04-03/p020 ·1921-04-03 · original (original)
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Dadurch aber entsteht eben gerade das Leben im Künstlerischen. Und die Eurythmie bedient sich ja des Menschen selber als ihres Werkzeuges. Nicht mit äußeren Werkzeugen arbeitet sie und mit äußeren Ausdrucksmitteln, sondern mit demjenigen, was im Menschen selber liegt. Goethe sagt so schön: Wenn der Mensch an den Gipfel der Natur gestellt ist, empfindet er sich selbst wiederum als einen Gipfel, nimmt Maß, Ordnung, Harmonie und Bedeutung zusammen und erhebt sich zur Produktion des Kunstwerkes. — Soll man sich nicht in schönster Weise zur Produktion des Kunstwerkes gerade dann erheben können, wenn man den menschlichen Organismus selber, der ja eine kleine Welt ist, in seiner Gesetzmäßigkeit wie ein Auszug aus der ganzen großen Welt erscheint, selber zum Werkzeug und Ausdrucksmittel macht desjenigen, was man künstlerisch beabsichtigt?

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