33. Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-05-05/p006 ·1921-05-05 · original (original)
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Wenn man die Lautsprache studiert, die ja dann im Gesang, möchte ich sagen, ihre andere Offenbarung hat, so fließen in dieselbe ein erstens die Gesetzmäßigkeiten der Gedankenwelt, die wiederum dem Sinnesleben entstammen. Alles dasjenige, was auf diese Weise gewissermaßen von der Vorstellungs- und Gedankenwelt einfließt in die menschliche Sprache, das ist eigentlich das unkünstlerische Element der Sprache. Denn Kunst wird durch das Gedankenmäßige, durch das Vorstellungsmäßige eigentlich getötet. Aber es fließt außerdem aus dem ganzen Menschen in die Sprache herein das Willensmäßige, das Empfindungsgemäße. Dieses Willensmäßige und Empfindungsmäßige, das ist nun ebenso stark ein Ausdruck des inneren Menschen, wie das Gedankenmäßige ein Ergebnis ist der Beobachtung, die der Mensch an seiner Umgebung macht.

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