33. Ansprache zur Eurythmie
Im Gesang haben wir den Versuch des Menschen, die Töne ebenso zu gestalten: Dass man den Laut eigentlich unberücksichtigt lässt, dass also dasjenige, was die Sprache zur Sprache macht, vollständig herausgenommen wird aus der Sprache selber und dass nur der Ton darinnen figuriert. Da hat man es also zu tun mit einem Sich-Zurückziehen des Menschen von dem eigentlichen Laut. Das ist dasjenige, was dann den Gesang eben zum möglichen Begleiter des Musikalischen macht, was ja gerade ein äußerlich Ungestaltetes, ein äußerlich ideell-spirituell, geistig Gestaltetes, wie es auch dem Gesang zugrunde liegt, ist.
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GA 277c/1921-05-05/p008 · edition original