33. Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-05-05/p016 ·1921-05-05 · original (original)
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Wir haben versucht, aus Goethes «Faust» in früherer Zeit, in früheren Wochen diejenigen Szenen bühnenmäßig dramatisch zur Darstellung zu bringen, welche von dem gewöhnlichen, für den Menschen sinnlichen Leben abführen, in übersinnliche Regionen hinein, wo also dasjenige, was aus der geistigen Welt in die menschliche Seele hereinspielt, zur Darstellung kommen soll. Ich hoffe, dass es auch noch gelinge, aus der Eurythmie heraus einen wirklichen bühnenmäßigen Stil für realistische Szenen zu finden. Das ist bis jetzt noch nicht gelungen. Aber alles dasjenige, was bei dem Goethe’schen «Faust» - und man hat ja gar oftmals Gelegenheit, solches zu beobachten -, alles dasjenige, was sich abhebt von dem gewöhnlichen Realismus der physischen Welt, das lässt sich gerade durch diese stumme Sprache der Eurythmie ganz besonders zur bühnenmäßigen Offenbarung bringen.

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