{"corpus":"steiner","locus":"GA 277c/1921-05-05/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sie werden sehen, dass bei der Szene, die heute vorgeführt wird aus einem meiner «Mysterienspiele», wo seelische Vorgänge eines Menschen geschildert werden, dass da die Eurythmie sich als ganz besonders dramatisches Ausdrucksmittel bühnenmäßig ausdrücken, bühnenmäßig verwenden lässt. Es ist ja diese Szene eine von denjenigen in meinen «Mysterien», wo gezeigt werden soll, wie im Menschen nicht bloß abstrakte seelische Vorgänge sich abspielen im gewöhnlichen vollen Leben oder im gewöhnlichen Erkennen, sondern wie im Menschen Seelenvorgänge sich abspielen, die ihn so verändern in seinem ganzen Verhalten zur äußeren Welt, so verändern, wie einen Wachstumsverhältnisse, also reale Vorgänge des Werdens, verändern. Dadurch, dass man genötigt ist, solche Dinge, die also im Menschen geistig etwas durchaus Reales vorstellen, dadurch dass man genötigt ist, solches darzustellen, muss man des Menschen Verhältnis zur Welt in einer intimeren Weise darstellen, als das sonst im realistischen Drama geschieht. Man kann ja auch zum Beispiel nicht eine Magnetnadel dadurch erklären, dass man nur auf sie selber schaut; man muss sie erklären, indem man sie mit dem ganzen Erdmagnetismus in Verbindung bringt. So muss man den Menschen mit der ganzen geistigen Welt in Beziehung bringen. Da kann man nicht durch abstrakte Gesetzmäßigkeiten darstellen, da muss man ins Konkret-Bildhafte hereingehen. Da muss man Naturvorgänge so darstellen, dass sie zugleich eine moralische Entwicklung darstellen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"33. Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1921-05-05","location":null,"word_count":213,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1921-05-05/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1921-05-05/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277c/1921-05-05/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}