33. Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-05-05/p021 ·1921-05-05 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Es ist merkwürdig: Man konnte neulich einmal lesen in einer besonders lobenden Kritik über das gegenwärtige bühnenmäßige und rezitatorische Sprechen, dass es jemandem gelungen ist in der letzten Zeit, mit der Sprache gelungen ist, etwas so darzustellen, dass man nichts mehr merkte vom Rhythmus und vom Reim und so weiter. Also es wurde besonders gelobt, dass es dem Betreffenden ganz besonders gelungen ist, das Dichterische in das Prosaische hinüber abzutöten. Das findet man heute ganz besonders hervorragend. Das ist aber etwas, was eben durchaus Charakter eines unkünstlerischen Zeitalters ist. Da muss wiederum gerade etwas, was nach wirklich künstlerischen Mitteln sucht, eintreten. Man muss wiederum zurückführen auf das Rezitatorische und Deklamatorische in die Rhythmik, man muss immer mehr erreichen ein Eurythmisches schon im Sprechen. Und in vieler anderer Beziehung wird ja Eurythmie auch noch in der Lage sein, zurückzuführen zu einem wirklich künstlerischen Erleben, das unserer heutigen Zeit vielfach sehr ferne liegt, mehr als die meisten Menschen eigentlich glauben. Dies über das künstlerische Element der Eurythmie.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277c/1921-05-05/p021.json
Cite: GA 277c/1921-05-05/p021 · edition original