33. Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-05-05/p023 ·1921-05-05 · original (original)
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Als drittes Element trägt dann diese Eurythmie dasjenige in sich, was das pädagogisch-didaktische Element genannt werden muss, was in der von Emil Molt gegründeten, von mir geleiteten Waldorfschule in Stuttgart bereits eingeführt und ausprobiert worden ist. Wir haben in Stuttgart in der Waldorfschule die Eurythmie wie ein durchseeltes, durchgeistigtes Turnen als einen obligatorischen Lehrgegenstand eingeführt. Es zeigt sich, dass von frühester Kindheit an die Schüler und Schülerinnen dieses beseelte, durchgeistigte Turnen als etwas empfinden, worinnen sich wirklich ihre organische Gesetzmäßigkeit wie in Selbstverständlichkeit ausleben kann. Das ist dasjenige, was in pädagogisch-didaktischer Beziehung diese Eurythmie so machen kann. Und man kann sagen: Es ist außerdem ein pädagogisches Hilfsmittel ganz außerordentlicher Art. Denn während das gewöhnliche Turnen, das ganz auf Physiologie begründet ist, ja nur den Körper ausbildet, hat man es mit dem beseelten, durchgeistigten Turnen, das in der Eurythmie zutage tritt, mit einer Ausbildung des ganzen Menschen nach Leib, Seele und Geist zu tun. Und das fühlt das Kind durchaus.

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