33. Ansprache zur Eurythmie
All diese Dinge wird man einmal unbefangener ansehen können als heute, wo nach der einen Seite eingewurzelte Vorurteile dem entgegenstehen. Bezüglich des Künstlerischen ist wirklich mit dieser Eurythmie etwas gegeben, was charakterisiert werden kann mit einem Goethe’schen Wort, das über die bildende Kunst Goethe selber gesagt hat: Wenn der Mensch auf den Gipfel der Natur gestellt ist, so sieht er sich wieder als eine ganze Natur an, die in sich abermals einen Gipfel hervorzubringen hat. Dazu steigert er sich, indem er sich mit allen Vollkommenheiten und Tugenden durchdringt, Wahl, Ordnung, Harmonie und Bedeutung aufruft und sich endlich zur Produktion des Kunstwerkes erhebt.
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GA 277c/1921-05-05/p025 · edition original