52. Ansprache zur Eurythmie
Diese Bewegungen sind es, die auch aufgehalten werden, zur Ruhe gebracht werden, wenn der Mensch spricht oder singt — also Schwingungen hervorruft. Man kann sie studieren durch sinnlichübersinnliches Schauen, diese innerlichen Bewegungen, kann damit den Menschen selbst oder auch Menschengruppen in solche Bewegungen versetzen: Dann hat man die Eurythmie. Man hat nicht die gewöhnliche Gebärde, man hat nichts Mimisches, sondern man hat dasjenige, was als Bewegung namentlich der ausdrucksvollsten Organe des Menschen - der Arme, der Hände - ebenso ein sprachlicher oder gesanglicher Ausdruck ist desjenigen, was in der Seele des Menschen vorgeht, wie eben Sprache und Gesang selber.
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GA 277c/1921-10-16/p010 · edition original