{"corpus":"steiner","locus":"GA 277c/1921-10-16/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ein drittes Element ist dann das Pädagogisch-Didaktische. In der von Emil Molt in Stuttgart begründeten Waldorfschule, die von mir geleitet wird, haben wir eine Art beseelten, durchgeistigten Turnens, das als obligatorischer Lehrgegenstand in den Unterricht eingefügt ist. Da sieht man, wie, wenn es nur richtig gemacht wird, die Kinder vom ersten Volksschuljahr an durch alle Klassen hindurch in diese Eurythmie, diese sichtbare Sprache, mit derselben Selbstverständlichkeit hineinwachsen, wie das Kind in die natürliche Lautsprache hineinwächst. Das Kind wächst mit Hingabe und Freudigkeit hinein und empfindet durchaus dasjenige, was es in diesen Bewegungen vollziehen soll, als etwas, was zu der natürlichen Bewegungssehnsucht des menschlichen Organismus gehört, empfindet einen natürlichen Einklang zwischen dem Laut und dem Ton und demjenigen, was da insbesondere durch eben das ausdrucksvollste Element an dem Menschen - durch Arme und Hände - an der menschlichen Gesamtorganisation herausgeholt wird. Man kann auch sehen wie dasjenige, was unsere Zeit in der nächsten Generation sehr wohl brauchen wird - Entwicklung der Willensinitiative, der Seeleninitiative —, dass [sich] diese[s durch die Eurythmie] in ganz anderer Weise als das bloße [Turnen, das] nach [vom] Physiologischem geleiteten Gesetzen sich regelt, sich recht hervortut, recht vorteilhaft sich hervortun kann. Auch das hat sich schon im Wesentlichen in der Handhabe der Eurythmie als obligatorischem Unterrichtsgegenstand in der Stuttgarter Waldorfschule gezeigt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"52. Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1921-10-16","location":null,"word_count":214,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1921-10-16/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1921-10-16/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277c/1921-10-16/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}