Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-12-31/p009 ·1921-12-31 · original (original)
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In demjenigen, wodurch der Mensch spricht, ist er durchaus überall mit der Welt in Verbindung. Er ist an die Welt hingegeben, und er kann sich als Sprechender nicht von der Welt absondern. Ebenso wenig [ist das der Fall] in der sichtbaren Sprache, in der bewegten Plastik, in der Eurythmie. Dasjenige, was da der Mensch darstellt, sind eigentlich die Gesetzmäßigkeiten, in die sich der Mensch versetzen kann bei der Hingabe an das Weltenall. Da muss er, indem er sich nicht abheben kann, sondern mit seinem ganzen Wesen sich hineinstellen muss in das Weltenall, da muss er sich darstellen. Und in der Eurythmie ist noch mehr als bei mimischer oder dramatischer Kunst der Mensch ein unmittelbares Werkzeug seines künstlerischen Schaffens selbst. Daher kann Eurythmie - ich habe schon neulich betont, dass sie noch im Anfange sei, sie wird sich aber weiter entwickeln können - sich dadurch weiterentwickeln, dass sie immer mehr und mehr wird zu der eigentlichen Stilkunst für dasjenige, was der Mensch gerade in seiner Offenbarung dann zeigt, wenn er an das Weltenall hingegeben ist. Und das zeigt sich ja am meisten dann, wenn der Menschenorganismus frei an die höhere, an die geistige Welt hingegeben ist.

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