{"corpus":"steiner","locus":"GA 277c/1922-05-07/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man kann, wenn ich mich des Goethe’schen Ausdrucks bedienen darf, durch sinnlich-übersinnliches Schauen kennenlernen, welche Bewegungstendenzen im ganzen menschlichen Organismus sind, wenn der Mensch singt oder wenn der Mensch spricht. Was da der Mensch äußert - musikalisch durch den Ton, sprachlich durch den Laut -, das kann gewissermaßen aufgesucht werden, da es ja eine Offenbarung des ganzen Menschen ist, wie es sich veranlagt in dicsem ganzen Menschen. Wir sehen ja, dass der ganze Mensch — mit Ausnahme der Gebärden, zu denen er geneigt ist - in Ruhe bleibt, während er singt oder spricht. Aber ich möchte sagen, in einer gewissen intimen Weise ist dieses In-Ruhe-Bleiben etwas, was sich wie einen Zwang der Mensch selbst auferlegt. Der Mensch möchte eigentlich durch seinen ganzen Organismus teilnehmen an dem, was dann konzentriert ist in die Bewegungen, die der Kehlkopf und seine Nachbarorgane ausführen beim Singen, beim Sprechen. Das wird abgelauscht, diese Bewegungen, die ein einzelnes Organsystem ausführt, und wird übertragen auf den ganzen Menschen. Sodass Sie gewissermaßen, wenn ich mich des paradoxen Ausdrucks bedienen darf, auf der Bühne vor sich haben werden den ganzen Menschen wie einen bewegten Kehlkopf oder auch Menschengruppen in einer solchen Bewegung.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ansprache zur Eurythmie","site_heading":null,"date":"1922-05-07","location":null,"word_count":193,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1922-05-07/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/277c/1922-05-07/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/277c/1922-05-07/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}