Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1922-05-07/p015 ·1922-05-07 · original (original)
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Dass Eurythmie etwas zu tun hat mit dem Musikalischen und mit dem Dichterischen, gewissermaßen als die Schwesterkunst da erscheint, das wird ja gerade dann besonders anschaulich, wenn man genötigt ist, die eurythmische Darstellung durch das begleiten zu lassen, was Sie im Dichterischen ausdrücken können durch die Rezitation, die Deklamation der Dichtung selber. Ein unkünstlerisches Zeitalter, wie es ja das unsrige ist, verlangt von der Rezitation mehr das Pointieren des Prosagehaltes eines dichterischen Kunstwerkes. Das ist etwas, was ein künstlerisches Empfinden - zum Beispiel das Goethe’sche oder Schiller’sche - durchaus nicht so aufgefasst hat.

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