Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1922-05-07/p020 ·1922-05-07 · original (original)
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Das sind die drei Seiten der Eurythmie, von denen hier nur die eine, die künstlerische selbstverständlich, gezeigt werden soll. Es ist immer Veranlassung, vor einer solchen Aufführung die verehrten Zuschauer um Nachsicht zu bitten. Wir sind selbst unsere strengsten Kritiker und wissen sehr gut, dass dasjenige, was als Eurythmie versucht wird, erst im Anfange seiner Entwicklung steht. Wir kennen die Mängel, die noch vorhanden sind; aber es muss zu gleicher Zeit betont werden, dass ja diese Eurythmie wirklich unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeiten hat, denn sie bedient sich desjenigen Werkzeuges, das nun eigentlich die meisten Kunstformen hergeben kann, nämlich des menschlichen Organismus selbst. Was in der Schauspielkunst, in der mimischen Kunst erst in eingeschränktem Maße der Fall ist, dass man sich des menschlichen Organismus bedient als eines Werkzeuges, das wird ganz künstlerisch durchgeführt gerade in der Eurythmie, indem aus den innersten Gesetzmäßigkeiten dieses Organismus dasjenige hervorgeholt wird, was als Bewegung und Beweglichkeit auftritt.

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