Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1922-09-24/p016 ·1922-09-24 · original (original)
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Die dritte Seite ist die pädagogisch-didaktische. In der von Emil Molt in Stuttgart gegründeten und von mir selbst geleiteten Waldorfschule ist diese sichtbare Sprache der Eurythmie als ein geistig-seelisches Turnen für alle Volksschulklassen und höheren Klassen eingerichtet. Und es zeigt sich, dass die Kinder sich wie von selbst hineinfinden in diese Eurythmie, dieses seelische Turnen. Das gewöhnliche Turnen geht ja mehr auf den physischen Leib, während die Eurythmie den Leib ganz und gar zu gleicher Zeit für jede Bewegung, die er als Eurythmie ausführt, eine geistig-seelische Bewegung [machen lässt]. Sodass diese sichtbare Sprache, dieses geistig-seelische Turnen für die Schulerziehung und den Schulunterricht eine außerordentliche Hilfe bedeutet. Die Kinder leben sich mit derselben Selbstverständlichkeit hinein, wie sie sich früher als kleine Kinder in die Lautsprache so innig hineingelebt haben wie etwas Selbstverständliches.

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