Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1922-09-24/p019 ·1922-09-24 · original (original)
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Und wenn Goethe sagt: Wenn der Mensch an den Gipfel der Natur gestellt ist, bringt er in sich selbst wiederum einen Gipfel hervor, sieht sich selbst als eine ganze Natur an, indem er Maß, Harmonie, Ordnung und Bedeutung zusammennimmt und erhebt sich zur Produktion des Kunstwerks - so muss man doch wohl sagen: Wenn der Mensch Ordnung, Harmonie, Maß und Bedeutung aus seiner eigenen Natur nimmt, seine eigene Natur zum Instrument der Kunst macht, so muss eine solche Kunst einer unendlichen Vervollkommnung fähig sein. Denn der Mensch enthält als eine kleine Welt, als ein Mikrokosmos alle Geheimnisse des Makrokosmos. Sodass wirklich dasjenige, was in der Welt ausgebreitet ist als die Geheimnisse dieser Welt, in den bewegten Formen, die der Mensch eurythmisch darstellen kann, zum Ausdrucke kommen.

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Cite: GA 277c/1922-09-24/p019 · edition original