Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1922-11-05/p016 ·1922-11-05 · original (original)
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So muss auch zu unserer Eurythmie anders deklamiert und rezitiert werden, als diejenigen glauben, die etwa nur den Prosagehalt einer Dichtung pointieren. Das würde neben der eurythmischen Kunst keine künstlerische Deklamation und Rezitation geben, die dann erst entstehen kann, wenn das Musikalische, Rhythmische, Taktmäßige, Melodiöse, aber auch das in der Lautgestaltung Bildliche, Imaginative im Deklamieren, im Rezitieren parallel der Eurythmie künstlerisch zum Ausdruck kommen. So können gerade auf diese Weise sowohl aus dem Musikalischen wie auch aus dem Dichterischen die inneren Motive herausgeholt werden, die sonst nicht zur Offenbarung kommen.

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