Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1922-11-05/p020 ·1922-11-05 · original (original)
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Es handelt sich darum, dass in diesem «Mysteriendrama» auftritt ein Mensch, Johannes Thomasius, der eine innere seelische Entwicklung durchmacht, die ihn über verschiedene Stufen inneren geistigen Erlebens immer höher und höher in die geistige Welt hineinführt, der also ein solches Seelenleben führt. Dann, meine sehr verehrten Anwesenden, gelangt er im Laufe dieser inneren Entwicklung dazu, wirkliche Selbsterkenntnis zu erlangen. Diese wirkliche Selbsterkenntnis gibt ihm bildhaft die Anschauung seines eigenen Wesens. Sein Doppelgänger tritt vor ihm hin. Ich meine damit nichts Symbolisches oder Allegorisches. Sowohl die abstrakte Symbolik wie die stroherne Allegorie sind unkünstlerisch. Dasjenige, um was es sich handelt, ist nicht symbolisch, nicht Allegorie, sondern ist wirkliches seelenhaftes Erlebnis, das so auftreten kann vor der Seele, wenn diese sich nur die inneren Möglichkeiten schafft, [wenn diese] wie die äußere Sinneswelt vor der Seele auftritt. So erlebt Johannes Thomasius sein eigenes Wesen, sein gegenwärtiges Wesen als seinen Doppelgänger.

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