Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-01-07/p015 ·1923-01-07 · original (original)
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Das Gedankenelement ist ja immer ein Unkünstlerisches. Nur weil die Sprache auch benutzt wird zum Erkenntnisgedanken oder zu gewöhnlichen Gedanken, die der konventionellen Mitteilung dienen, deshalb muss in der Sprache sich dieses unkünstlerische Element des Denkens hineinmischen. In der Eurythmie ist man imstande, dieses unkünstlerische Element des Denkens ganz auszutilgen und in der Bewegung des einzelnen Menschen oder der Menschengruppen das reine künstlerische Element, [das] Willenselement zur Offenbarung zu bringen. Es ist wohl auch ganz natürlich, dass, wenn der Mensch sich zum Beispiel ausdrückt durch diese sichtbare Sprache der Eurythmie, er nicht gleichzeitig sprechen kann oder singen kann. Das Sprechen oder Singen verlangt eben - weil die ganze Tätigkeit des Menschen auf eine Organgruppe gerichtet ist, weil eben die übrigen Bewegungen mehr oder weniger ausgeschaltet werden, dass der Organismus überhaupt so behandelt wird durch die innere Willkür des Menschen - Unbewausstheit. In diesen Bewegungen, die Sie hier gleich sehen werden, die hier auf der Bühne entfaltet werden, ist cs anders.

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