Eurythmie-Aufführung

GA 277d/1923-02-04/p015 ·1923-02-04 · original (original)
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Anders würde man die Art, wie der ganze Mensch Ihnen hier auf der Bühne in seinen Bewegungen entgegenrritt, eben nicht durch die Rezitation begleiten können. Denn diese Rezitation und Deklamation zur Eurythmie besteht darinnen, dass nun ja gewiss die einzelne Gebärde etwas ausdrückt, aber dass es vorzugsweise ankommt auf die Aufeinanderfolgen der Gebärden, auf dasjenige, was ich nennen möchte das Eckige, das Runde, das Eckig-Runde und so weiter der Gebärde. Es kommt nicht darauf an, dass man diese Gebärde hier betätigt, sondern dass man sie als ein Ganzes wirken lässt. Denn die Kunst soll nicht gedanklich ausgedeutet werden - das tötet sie -, sondern sie soll im unmittelbaren sinnlichen Eindrucke wirken. Und das kann eben die Eurythmie.

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