Ansprache zur Eurythmie
Nun ist das Gedankliche immer ein Unkünstlerisches. Wir sehen daher, wie der Dichter, der sich ja des gedanklichen Elementes bedienen muss, damit kämpft, dieses gedankliche Element, indem er sich desselben bedient, auch zugleich zu überwinden. Es kommt beim wirklichen Dichter gar nicht darauf an, welches der Prosainhalt des Gedankens seiner Dichtung ist, sondern wie er diesen Gedanken durch, ich möchte sagen das Malen im Laute, durch den Rhythmus packt, durch das thematische Element, durch das melodiöse Element in der Lautbildung, wie er das behandelt.
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GA 277d/1923-04-08/p006 · edition original