Ansprache zur Eurythmie
Wenn Sie also die Eurythmie anschauen, so haben Sie, sagen wir in einer Form der Hand oder des Armes nichts anderes als dasselbe sichtbar, was unsichtbar im Atmungsstrom beim Sprechen lebt. Es ist also wirklich ein Teil der Sprache, nämlich der willensartige Teil der Sprache, aus der Sprache herausgenommen. Was sonst in der Luft lebt beim Sprechen, das ist, insofern es willensartig ist, herausgenommen und auf den sichtbaren Menschen, auf sichtbare Menschenbewegungen übertragen. Wenn man also auf der einen Seite ein Gedicht hat, das rezitiert oder deklamiert wird, so wird gewissermaßen dasselbe durch Kehlkopf und andere Sprachorgane getrieben, was Sie sichtbar in den Bewegungen der Menschen auf der Bühne vor sich haben.
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GA 277d/1923-04-08/p009 · edition original