Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-04-08/p013 ·1923-04-08 · original (original)
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Man kann sich dabei von dem, was eigentlich Eurythmie ist, eine gute Empfindung verschaffen, wenn man versucht, im Gefühl das, was bei der eurythmischen Darstellung eines Musikalischen auf der Bühne vor sich geht, zu unterscheiden von dem Tanz. Das Tanzen ist eben etwas anderes. Es lässt sozusagen das Musikalische aus dem Bewusstsein herausschlüpfen, in die Bewegung des Menschen übergehen - aber der Mensch übergibt sich dem Raume. In der Eurythmie haben wir es mit einem bewegten, in der Bewegung anschaulichen, wirklichen Singen zu tun - da nimmt der Mensch den Raum, die Raumform in sich herein. Beim Tanz fließt der Mensch in die Raumform über; bei der Eurythmie nimmt er den Raum in sich herein. Was in der Tanzbewegung nach außen strahlt, das lässt er in sich verstrahlen.

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