Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-06-09/p015 ·1923-06-09 · original (original)
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Auch heute möchte ich, so wie ich das immer vor diesen Vorstellungen tue, die verehrten Zuschauer bitten, zu bedenken, dass wir ja erst im Anfange sind mit unserer Eurythmie. Wir kennen selbst am besten unsere Unvollkommenheiten. Allein, man muss sich auch sagen: So wahr dies auf der einen Seite ist, dass dasjenige, was mit der Eurythmie gewollt wird, erst in einer späteren Zeit wird voll ausgebildet werden können, denn sie bedient sich ja eines Instrumentes in viel vollkommenerer Art als bloße mimische Kunst, welche ja nur sich des bewegten Menschen in Begleitung bedient, während die Eurythmie darauf Anspruch macht, alles, was im Menschen ist, ich möchte sagen herauszuholen, sodass er im Ganzen ein sichtbar webender und lebender Kehlkopf ist, in seinen Bewegungen alles herauszuholen, was in ihm in seiner Gestalt veranlagt ist, in ihm selber zur Kunst herausgeholt werden kann.

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