Ansprache zur Eurythmie
Nun ist es besonders reizvoll, wenn gewissermaßen der Vorgang, der in der Sprache zugrunde liegt - das [Hereinholen] des schwerelosen überirdischen Menschen in die Region der Schwere -, wenn dieser Vorgang von der anderen Seite auftritt, wenn am Hinauslastenden, das in unserem Bewegungsorganismus ist und das nur, möchte man sagen, in einer ganz schwachen Gestalt sich elementar nur loslöst bei jedem Schritt, bei jeder Hand- und Armgebärde von dem Irdischen, wenn man das nun versucht, völlig frei zu machen von dem Irdischen, wenn man den Gesang ausführt in rhythmisch-taktmäßigen Bewegungen, wenn man namentlich die ausdrucksvollsten menschlichen Bewegungen [der] Arme und Hände überführt von den in der Schwere belasteten Gesten in freie Gesten. Dadurch schaut man im Menschen etwas ganz Besonderes an. Indem man auf den Organismus schaut, der auf der Erde in dieser Weise steht, dem die Schwerkräfte in einer gewissen Weise eingefügt sind, sieht man das: Wie er durch die Kraft seiner Seele fortwährend die Schwerkraft überwindet.
Cite:
GA 277d/1923-07-08/p013 · edition original