Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-07-08/p018 ·1923-07-08 · original (original)
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Das Künstlerische ist nun einmal so, dass unendliche Tiefen in ihm liegen. Natürlich muss ich auch, wenn ich so etwas sage, die verehrten Zuschauer zunächst um Nachsicht bitten. Wir sind mit alledem, was sich so weite Ziele setzt, erst im Anfange, und wir wissen selbst, als unsere eigenen strengen Kritiker, dass wir erst im Anfange sind damit. Aber die Eurythmie trägt eben unendliche Entwicklungsmöglichkeiten in sich. Sie entfesselt die tieferen Seiten des schwerelosen Menschen, wo der Mensch frei wird und sich darstellt als göttlich-geistiges Wesen. Dadurch darf man hoffen, dass die Eurythmie immer weiter und weiter sich entwickelt, um zuletzt eine ebenso berechtigte Kunst zu werden wie die anderen Künste, die eben ihre Anerkennung schon gefunden haben. Wenn das auch noch lange dauern mag, so dürfte aber dennoch immer wieder und wiederum von Interesse sein dasjenige, was wir als ersten Anfang zu einem neuen Versuch einer solchen Kunstgestaltung tun können.

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