Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-07-21/p014 ·1923-07-21 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Für das aber, meine lieben Freunde, meine sehr verehrten Anwesenden, was in dieser Beziehung menschliche Äußerung ist, ist die menschliche Sprache zunächst nur, ich möchte sagen eine partielle Offenbarung. Die menschliche Sprache nimmt vor allen Dingen den Gedanken auf. So wie sie den Gedanken gerade innerhalb unserer heutigen Zivilisation aufnimmt, hat das sogar schon dazu geführt, dass wir über dem Gedanklich-Machen der Dichtung die Dichtung verloren haben. Es zeigt sich das ja am meisten darinnen, dass, obzwar auch dagegen schon wiederum Reaktionen mit Recht sich geltend gemacht haben, dass wir heute nicht mehr in der gewohnten Art rezitieren und deklamieren können. Frau Doktor Steiner hat eben mit großer Mühe jahrelang das Deklamieren und Rezitieren wiederum gesucht in seiner wahren Gestalt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277d/1923-07-21/p014.json
Cite: GA 277d/1923-07-21/p014 · edition original