Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-07-21/p017 ·1923-07-21 · original (original)
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Der Gedanke bildet das Sinnliche ab. Wir steigen ins Übersinnliche hinauf. Wenn wir durch die Sprache den Gedanken zum Ausdruck bringen, dann ruft der Gedanke auf dasjenige, was, indem der Gedanke in dem Atem lebt, sich mit dem Atem verbindet. Mit dem Atem verbindet sich der Blutpuls. In dem Blutpuls, wenn auch nur in ganz geringen Schwankungen des Blutpulses, drückt sich aus dasjenige, was die Seele fühlt und empfindet, drückt sich das Seelenleben aus. Wer in diesen Dingen die richtige Einsicht hat, der weiß: Wenn wir aussprechen ein Wort wie «klingen», dann ist die Blutpulsation bei der ersten Silbe «kling», das zum i geht, eine andere, als bei der zweiten Silbe «en», das zum e geht. Wir rufen auf, indem wir den Gedanken mit Hilfe des Atems in das Wort strömen lassen, die Blutpulsation, die innere Bewegung des Menschen.

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