Ansprache zur Eurythmie
Wenn man jene Imaginationen kennt, die sich ergeben für die einzelnen Formen der Sprache, dann kann man auch übergehen zu den einzelnen Formen des Gesanges. Wenn man die hineinträgt in die menschlichen Bewegungen, dann bekommt man diese Eurythmie. Und man möchte sagen: Es gibt eine imaginative Offenbarung der Sprache. Unsere Sprache ist heute intellektualistisch geworden. Gehen wir wiederum zum Imaginativen der Sprache zurück - und das müssen wir, weil wir auf allen Gebieten zum Geistigen zurückgehen müssen -, dann fordert das heute von uns, dass wir in die Sprache Imagination hineinbringen, in dasjenige, was im Menschen als Raumbewegung, räumliche Bewegung an ihm selbst - als an dem bedeutendsten künstlerischen Elemente - zum Ausdrucke kommen kann.
Cite:
GA 277d/1923-07-21/p021 · edition original