Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-07-22/p013 ·1923-07-22 · original (original)
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Dasjenige aber, was als Gedanken in die Sprache oder selbst in das Singen einfließt, das rührt also her von dem physischen Leib und von dem Äther- oder Bildekräfteleib. Aber in die Sprache - reden wir hauptsächlich von der Sprache - fließen ein tatsächlich die Elemente der Außenwelt. Wir müssen in unserer Sprache wiedererkennen dasjenige, was von Ich und Astralleib auf dem Umwege durch die Atmung und Blutzirkulation in unser Sprechen und auch in unser Singen hineinkommt. Dasjenige, was in unser Sprechen und in unser Singen auf dem Umwege durch die Atmung und Blutzirkulation hineinkommt, das rührt vom Ich und Astralleib her, die die Gelegenheit haben, sich immer wieder und wieder mit der Innenwelt intim zu verbinden, wenn sie von der Außenwelt getrennt sind. Suchen wir zum Beispiel nach jener eigentümlichen Gestaltung, welche, sagen wir der menschliche Lippenapparat annimmt, um gewisse Konsonanten zu formen, so kann man nicht beim Menschen stehenbleiben, wenn man dieses, ich möchte fast sagen geheimnisvolle Gestalten von Lippe, Zunge und so weiter kennenlernen will. In dieser Beziehung ist unser heutiges, sogenanntes wissenschaftliches Zeitalter außerordentlich äußerlich.

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Cite: GA 277d/1923-07-22/p013 · edition original