Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-07-22/p022 ·1923-07-22 · original (original)
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Und ist man imstande, aus einer solchen Einsicht in die Menschennatur, wie ich sie nur andeuten konnte, ist man imstande, aus einer solchen Einsicht heraus für jeden Finger, für jede Armbewegung, für jede Veränderung des menschlichen Organismus im Raume einen so gesetzmäßigen Ausdruck zu finden, wie die Natur und ihr Geist selbst gefunden haben, indem sie aus dem Unbewussten des Menschen heraus während der Kinderzeit uns die Sprache und den Gesang in naiver Weise erlernen lassen, ist man imstande, in so gesetzmäßiger Weise eine solch sichtbare Sprache zu schaffen, dann ist diese sichtbare Sprache eben, ich möchte sagen etwas, was auf einem anderen Instrumente dasselbe spielt, was Gesang oder Deklamation oder Rezitation auf der einen Seite spielen. Man bekommt wirklich eine Art orchestralen Zusammenwirkens zwischen demjenigen, was auf der Bühne vorgeht und demjenigen, was an Musikinstrumenten angeschlagen wird oder was durch die menschliche Stimme rezitatorisch oder deklamatorisch ertönt.

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